Beteiligungsprozesse in der Kommune gestalten

In dieser Ausbildung lernen Sie, wie Sie Beteiligungsprozesse in der Kommune gestalten.

Beteiligung ist bei kommunalen Vorhaben inzwischen oft die Regel. Beteiligungsverfahren scheitern dabei weniger an Fachfragen, sondern daran, dass Dynamiken falsch eingeschätzt werden, Rollen unklar bleiben und Konflikte erst bearbeitet werden, wenn sie eskalieren und die Fronten stehen. 

Der Zertifikatskurs baut die Beteiligungs-Kompetenz im eigenen Haus auf. Ausbildung zum zertifizierten Facilitator.

Übersicht

Preis: 3.025,00 EUR netto 
(plus 19% MwSt. 575,00 EUR = 3.600,00 EUR brutto)

Dauer: 3 Blöcke à 2 Tage in Präsenz in Pasing, München

Termine: 9./10. März, 5./6. April, 27./28. April 2027
jeweils 8:30 bis 17:30 Uhr

Kurskonzept: pdf hier zum Download

Ziel der Ausbildung

  • Sie schätzen ein, wie hoch das Konfliktrisiko eines Veränderungsprozesses ist und erkennen früh und solange noch Spielraum besteht, ob für das Vorhaben eine Beteiligung vorteilhaft ist.
  • Sie klären Ziel, Entscheidungsspielraum und Spielregeln, bevor der erste Termin stattfindet, so dass es kein Alibi-Verfahren wird.
  • Sie wählen ein Format, das zu Thema, Gruppengröße und Zeitrahmen passt, und bereiten die Veranstaltung vor.
  • Sie führen und moderieren Beteiligungsformate selbst und wissen, was Sie tun sollten, wenn die Stimmung kippt.
  • Sie erkennen, wann ein Verfahren externe Begleitung braucht, und können diese Begleitung fachlich mitsteuern, statt sie nur einzukaufen.

Was die Kommune davon hat

›  Konfliktrisiken und Beteiligungsmöglichkeiten werden erkannt, solange Verfahren noch gestaltbar sind. Das reduziert Kosten, die aufgrund von Verzögerungen, Eskalationen, juristischer Wege, etc. entstehen.

›  Überschaubare Beteiligungsformate können intern strukturiert und durchgeführt werden. Externe Begleitung wird nur dort eingekauft, wo sie wirklich nötig ist, und kann fachlich mitgesteuert werden.

›  Kompetenzen sind im eigenen Haus vorhanden und stehen auch für künftige Vorhaben zur Verfügung.

›  Nachvollziehbare Verfahren stärken die Verwaltung gegenüber Gremien und Öffentlichkeit, schaffen Vertrauen und fördern gesellschaftlichen Zusammenhalt.

›  Vernetzung unter den Seminar-Teilnehmenden stärkt künftige interkommunale Zusammenarbeit. 

Aufbau des Seminars

Drei Blöcke zu je zwei Tagen, verteilt über zwei Monate. Zwischen den Blöcken arbeiten Sie an einem eigenen Vorhaben weiter, das wir dann im nächsten Block aufgreifen. 

MODUL 1  – Gesprächsführung, Konfliktkompetenz und Mediation

Wie führt man kompetent konfliktreiche Gespräche? Übungen zu Gesprächstechniken. Die Phase Null eines Beteiligungsverfahrens. Auftragsklärung mit mehreren Beteiligten. Rolle und Haltung in der Verwaltung. Einführung in Mediation und Facilitation. Prozessarchitektur von der Auftragsklärung bis zur Auswertung. Rechtliche und politische Rahmenbedingungen in Planungs- und Beteiligungsverfahren: Was ist tatsächlich beeinflussbar, wo bleibt die Entscheidung beim Gremium, und wie gehen Sie mit den Ergebnissen eines Verfahrens um.  

MODUL 2 – Prozessdesign und Grossgruppenformate

Auswahl der Methode nach Ziel und Gruppengröße. World Café, Open Space, Circle und verwandte Großgruppenformate. Beteiligung online und hybrid, mit den Werkzeugen, die sich im kommunalen Umfeld bewährt haben. Umgang mit Widerstand. Einbindung von Gruppen, die sonst nicht kommen. Übertragung auf Ihr eigenes Vorhaben.

MODUL 3 – Konfliktmoderation am Runden Tisch

Der Runde Tisch in allen Phasen, durchgespielt an einem Fall aus dem Teilnehmerkreis. Umgang mit Eskalation, mit Machtungleichgewichten und mit Gruppen, die lauter sind als andere. Wer kommt zu Wort und wer fehlt. Dynamiken erkennen und steuern. Visualisierung und belastbare Ergebnisdokumentation. Rückmeldung und kollegiale Auswertung.

Trainerin

Die Kursleitung hat Dr. Gisela Wachinger, Dipl.-Biologin, zertifizierte Mediatorin und Facilitatorin, Inhaberin des Büros pro re in Schäftlarn, assoziierte Partnerin bei ponschab & partner, Wissenschaftlerin am KIT (Karlsruher Institut für Technologie, IPF, Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung), Forschungshintergrund: Konfliktlösung in Großgruppenverfahren zu Naturgefahren, Energiewende und Naturschutz; Konzeption und Durchführung von Pratizipationsverfahren und Bürgerbeteiligung auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene seit 2004.

Frau Dr. Wachinger bildet seit Jahren in Mediation, Partizipation und Facilitation aus und hat eine Vielzahl von Beteiligungsverfahren im kommunalen Umfeld konzipiert und geleitet.

Co-Trainer ist Uwe Bächer, zerifizierter Mediator und Facilitator, assoziierter Partner bei ponschab & partner, Dipl.-Kaufmann.

Zertifizierung

Der Kurs ist von der Steinbeis-Hochschule zertifiziert, Inhalte und Lernziele sind von der Hochschule geprüft. Wer an allen sechs Tagen teilnimmt, erhält ein Hochschulzertifikat über 48 Präsenzstunden. 

Hinweise

Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen und AGB auf unserer Website www.ponschab-akademie.com
Wir behalten uns vor, die Inhalte bei Bedarf anzupassen, zu verändern oder zu tauschen.

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